Chile
Eine Erlebnisreise Natur Pur |
Anreise:
Besonders angenehm Zubringer Transfer zum Flughafen. Abfahrt Kempten 14 Uhr 30 –München
17 Uhr.Abflug München 19 Uhr – Madrid an 22 Uhr 30
Mit dem Flughafenbus zum Internationalen Flughafen Madrid
Madrid Abflug 1 Uhr 40 – Santiago de Chile Ankunft 10 Uhr Ortszeit.
Zeitverschiebung 5 Stunden.
In Santiago steht ein Kleinbus zur informativen Stadtrundfahrt bereit.
16 Uhr Weiterflug nach Osorno – über die Anden- Flugzeit ca. 2 Stunden
Wieder erwartet die Gruppe ein Kleinbus
Fahrt Osorno – Las Cascadas ( Fahrzeit ca. 1 Std.)
Herzlicher Empfang in der Bavaro Beach Lodge durch den Hausherrn Hubert Reichart
Wohnen: Das Haus ist sehr gut und geschmackvoll eingerichtet. Grosses , absolut ruhiges Seegrundstück mit Liegen und Sonnenschirmen , Anheimelnder Aufenthaltsraum mit offenem Kaminfeuer.
Eindrücke : Grosses, weites Land mit freundlichen,bescheidenen Menschen. Dünn besiedelt-Wälder und Seen beherrschen die Landschaft. Der Osorno mit seiner Gletscherkuppel ist der Hausberg der Region
Information über Land und Lebensart , über soziale Gefüge der Bevölkerung durch den Hausherrn, welcher seit Jahren in Chile lebt.
Ausflüge:
Ausgezeichnet organisiert,der Kleinbus steht täglich zur Verfügung.Wunderschöne 2 –Tagestour
mit Schiff und Bus über die Anden nach Bariloche der “ argentinischen Schweiz”
Temperaturen: 20 – 25 Grad, vor Ort Spätsommer
Verpflegung: Ausgezeichnet , reichhaltig “Maria” die Köchin stellt die gute , und abwechslungsreich Küche Chiles vor. Sehr schmackhafte Fischgerichte! Der Chilenische Wein,, ein Genuss.
Sehr gute Betreuung durch die sprachkundige ( spanisch) Reiseführerin.
Durch die kleine Gruppe ist die Umstellung des Programms , je nach Wetter, kein Problem, induviduelle Wünsche können berücksichtigt werden.
Fazit: Eine äusserst interessante,informative Reise,besonders zu erwähnen ist die familiäre Atmosphäre.
J.Hug Reise vom 2. – 14. März 2000
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| Impressionen von einer Chile-Reise im Februar 2009 |
Als Ana Löhr bei sich zu Hause in Karlsruhe mit Filmen, Fotos und Reiseliteratur in „ihr“ Chile einführte – Chile ist ihr Geburtsland und sie hat bis zum 13.Lebensjahr dort gelebt –, als sie uns die Schönheiten dieses schmalen ca. 4.500 Kilometer langen Landes am Ende der Südhemisphäre schilderte, ahnten wir noch nicht, welche außerordentlichen Erlebnisse uns bevorstanden.
Zu der Gruppe aus Karlsruhe und Umgebung stießen am Flughafen in Frankfurt a.M. Maria, begleitet von ihrem Sohn Ede. So landete die 8- köpfige Reisegruppe nach 14stündigem Flug mit einer LAN-Maschine wohlbehalten im sommerlichen Santiago de Chile. Vom tiefen Winter in Frankfurt in den Sommer Chiles und mit der Aussicht, in zwei Wochen wieder frieren zu müssen in Deutschland!
Ein ausgedehnter Spaziergang zu zentralen Stätten u.a. der Landeshauptstadt, ein herrlicher Blick auf die 5-Millionen-Stadt vom Hausberg, dem Cerro San Cristobal, eine wohlverdiente Nacht im bequemen Bett des 5-Sterne-Hotels, eine Stadtrundfahrt am nächsten Vormittag, der Weiterflug in den Süden nach Osorno, der Transfer mit dem Kleinbus nach Las Cascadas in unser Standquartier „Bavaro Beach Lodge“ – endlich hatten wir das Ziel erreicht. Hier erwartete uns Hubert, der Besitzer der Lodge, vor mehr als 20 Jahren als kleiner Aberteurer aus dem Allgäu ausgewandert, mit einem Aperitif und exzellenten Häppchen aus seiner Küche. Diesen Pisco Sour, einer chilenischen bzw. peruanischen Spezialität, kredenzte er direkt am Ufer des „Llanquihue“, dem größten See Chiles. Die Lodge, im Landhaustil erbaut, liegt in einem kleinen Park malerisch unmittelbar am See. Wir haben an den folgenden Tagen nach mitunter langen und etwas strapaziösen Autofahrten an frühen Nachmittagen und Abenden Strand und See und bequeme Liegen, dieses herrliche Stück Erde, genossen. Und wenn dann Pili, eine sehr schöne 20jährige Chilenin, einen Pisco, ein Bier oder eine sonstige Erfrischung an die Liege brachte, dann blieb eigentlich kein Wunsch mehr offen.
Dieser „Kleine Süden“ erinnert in vielen Teilen an unser Voralpenland: satte, grüne Wiesen mit großen und kleineren Viehherden, bewaldete Hügel und Berge, und wenn die Vulkane, z.B. dieser traumhaft schöne 2.600 m hohe „Osorno“ – man könnte ihn fast den Hausberg nennen – mit seiner Schnee-und Eiskappe nicht wären, man sähe sich ins Allgäu versetzt.
Frutillar, fast ein Zuckerbäcker-Ort, auf der unserem Quartier gegenüber liegenden Seeseite war eines unserer ersten Ziele: deutsche, österreichische und schweizerische Einflüsse an vielen Stellen und Gebäuden des Ortes. Auswanderer hatten in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts dieses davor reine Urwaldgebiet zu einer blühenden, fruchtbaren Landschaft gemacht. Deutschsprachige Einflüsse sind unverkennbar: „Kuchen“ wird an allen Ecken angeboten. Ein Museum, ganz im Stil eines deutschen Bauernhauses, macht die Mühen und die Kargheit des Lebens dieser Pioniere sehr anschaulich. Dabei darf allerdings nicht übersehen werden, dass die Europäer die Ureinwohner dieses Gebietes völlig vertrieben haben wie in vielen anderen Teilen des südamerikanischen Kontinents. In der Hafenstadt Puerto Montt, der südlichsten großen Stadt Chiles, in der jährlich ca. 80 Kreuzfahrtschiffe, vorwiegend aus den USA, einen Tag lang anlegen, hatte es uns der große Trödelmarkt u.a. mit sehr schönen Holz-Souvenirs, gefertigt aus 3.000 Jahre alten Alerce-Urwald-Bäumen und ein üppiger Fischmarkt angetan.
Im nahen und höchst lebendigen Puerto Varas begegneten wir hoch über dem Ort einer Kirche ganz im Stil europäischer, romanischer Basiliken, fast ganz aus Holz errichtet.
Die Fahrt zu den kleinen Fischerdörfern Pucatrihue, Maicolpue und Bahia Mansa war überaus lohnend. Wir schlenderten barfuß im feinen Sand an einer großen Bucht des Pazifischen Ozeans entlang, fotografierten und genossen den Blick auf die bunten Häuser steil ansteigend über dem Meer. Unser Auto-Guide, ein sehr rüstiger 75Jähriger fuhr uns „über Stock und Stein“ zu einem kleinen, hoch über einem Meeresarm gelegenen originellen Restaurant gerade einmal für 20 Personen, das überquoll von Puppen, Kissen und diversen bunten Utensilien. Wir aßen und tranken höchst genüsslich.
Auf den Vulkan Osorno – man könnte ihn fast unseren „Hausberg“ nennen und an dem wir uns von unserer Lodge aus täglich nicht satt sehen konnten in seiner ebenmäßigen Schönheit – brachten uns zwei Bergbahnen bzw. Lifte und zwar bis fast an die bizarren Eisfelder. Teilweise recht beschwerlich in schwarzem Lavagestein stiegen wir hinauf zu Nebenkratern und blickten in tiefe Abgründe. Der Osorno „schläft“ nur, ist also nicht erloschen und vor weit über 100 Jahren zuletzt ausgebrochen. Der Blick von hier oben ging weit hinüber nach Argentinien zu anderen Vulkanen und großen Teilen des Llanquihue Sees – höchst eindrucksvoll!
Darauf hatten wir uns schon sehr gefreut: An einem der Tage ging´s hinauf zu Huberts Schaf- und Rinderfarm. Hubert ist ja von Haus aus Farmer mit weit über 500 Schafen und 200 Rindern sowie großem Urwaldbesitz. Der Jeep brachte uns über schmale, steile Wege – von Hubert und seinem Vater vor 20 Jahren mühevoll angelegt – zur Farm am Fuß des Osorno und am Rand des Urwalds.
Das Erlebnis hier oben war der „Asado-Grill“, eine spezielle Art aus Patagonien zu grillen: Ein junges Lamm wird, weit ausgebreitet an einem Eisengestell in 4/5 Stunden extrem langsam gegrillt. Hubert hatte seine ganze „Mannschaft“, die kleine, rundliche Köchin Maria, Pili, Franziska und Sandra mit herauf gebracht, um uns auch hier zu verwöhnen. Sie zelebrierten für uns zu einem zarten, knusprigen Lammbraten ein köstliches Mittagessen – und den „Roten“ gab es heute umsonst.
Ein Erlebnis ganz besonderer Art war die Fahrt auf die Insel Chiloe, ein kleines „anderes“ Stück Chile. Auf dieser etwas geheimnisvollen Insel führte der Weg an langen Sandstränden entlang zum Offenen Pazifik. Mit einem kleinen Boot und einer verwegen aussehenden 2er Besatzung fuhren wir bei heftiger Brandung – es war eine Kunst, zu fotografieren – hinaus zu den „Islotes de Punihuil“, einer bizarren Inselgruppe zu Humboldt-und Magellan-Pinguinen und träge in der Sonne liegenden Seelöwen. Bäuchlings nach oben schwimmend begleiteten uns kleine Seeottern, fast zum Berühren! Schade nur, dass die Planung zeitlich keine Übernachtung auf Chiloe zugelassen hat; der Hauptort Castro mit seiner wunderschönen Holzkirche (nicht ein Nagel ist verwendet!) blieb uns versagt. Bei der Fahrt mit der Fähre zurück aufs Festland begleiteten uns und sprangen aus dem Wasser Delphine.
Absoluter und spektakulärer Höhepunkt unserer Chile-Reise war die 2tägige Begegnung mit Patagonien, der Südspitze des Kontinents. Darauf hatte ich mich ganz besonders gefreut und ich wurde wahrlich nicht enttäuscht; dabei spielte aber auch das Wetter eine ganz entscheidende Rolle: Wir hatten das Glück, Wind, Wind, Wind, Sonne und Wolkenberge bei 15 Grad niedrigeren Temperaturen als an unserem See zu erleben. Patagonien bei schlechtem Wetter anzutreffen wäre für uns alle eine tiefe Enttäuschung gewesen. Der Flieger brachte uns sicher nach Puerto Natales. Hier hatten wir gleich eines der vielen zufälligen Erlebnisse am „Wegrand“. Nach einer anstrengenden Wanderung mit der Hälfte der Gruppe durch einen fast undurchdringlichen Wald hinauf auf eine stürmische Hochebene mit weiten Blicken lud uns eine kleine, runde, etwas schmuddelige, aber höchst liebenswerte und originelle „Türschließerin“ (der Eintritt in dieses Wandergebiet war nicht kostenlos) zu köstlichem Tee, Butter Keksen und selbst gefertigter Marmelade ein – eine unvergessliche Begegnung!
Die lange Fahrt durch den „Torres del Paine-Nationalpark“ – es soll der schönste Nationalpark Südamerikas sein – war von bizarrer Schönheit, vorbei an großartigen Felsformationen, grünen Seen, atemberaubenden Wasserfällen mit Aussicht auf Felstürme voller Schönheit bis zum „Lago Grey“, einem riesigem Gletschersee. Eine 3stündige Schifffahrt, an kleinen schwimmenden Eisbergen vorbei und zwischen Gebirgslandschaften brachte uns – alle mit Schwimmwesten ausgestattet – bis unmittelbar an den zweigeteilten riesenhaften Gletscher. Kurz davor hatten wir das große Erlebnis eines Eisabbruchs von einem schwimmenden Eisberg, fast ein kalbender Gletscher. Die ganz langsame Fahrt in unmittelbarer Nähe der steil in den See abfallenden Eismassen mit unwirklichen Formationen wird mir unvergesslich bleiben.
Von besonderem Reiz war die Fahrt am nächsten Vormittag von Puerto Natales nach Punta Arenas; wir fuhren zig-Kilometer in einsamer, völlig ebener Landschaft und schnurgerade, ohne einem einzigen Auto zu begegnen – das Wort vom „Ende der Welt“ war mehr als angebracht.
Für eine Stadtbesichtigung der südlichsten Stadt Chiles bleib leider wenig Zeit; aber zu einem nachdenklichen Gang über den berühmten Friedhof mit mächtigen Grabmälern und Grabanlagen früherer Schafbarone, Millionäre zu einer anderen Zeit, hatten wir gottlob Gelegenheit.
Zurück in unserer Lodge erwartete uns ein reichlich angerichtetes Abendessen. Die Köchin Maria zauberte täglich wunderbare Abendessen, einmal mit einem Riesensteak, Lammkotelett aus eigenem Bestand, Lachs am offenen Feuer zubereitet und alles begleitet von herrlichen, verschiedenen Salaten und einem vorzüglichen chilenischen Rot- oder Weißwein. Hubert ließ es sich nicht nehmen, uns an diesem Abend mit einem Aperitif, einem Pisco, zu erfreuen.
An diesem Abend erlebten wir auch noch einen unglaublich schönen Sonnenuntergang am See. Die Sonne leuchtete purpurrot bis orange, das gegenüber liegende Ufer schwarz und Teile des Sees und zwei Vulkane blau bis violett – ein Naturschauspiel ohne Beispiel. Die Fotografen waren aus dem Häuschen.
Einen besonderen Leckerbissen hatte sich unsere Reiseleiterin Ana für zuletzt aufgehoben. Auf einer Schotterstraße, an ausgedehnten Lavafeldern vom letzten Vulkanausbruch und an einer großen Lachsfarm vorbei, erreichten wir die „Saltos de Petrohue“, d.s. mächtige Wasserfälle, die über hohe Lavatürme und – schluchten herunter stürzen; ein Ort, den wir aber mit vielen anderen Touristen teilten. Einige Kilometer weiter erwartete uns „Don Franzisko“ und brachte uns nach einer beschaulichen Fahrt auf dem Allerheiligensee, an dem Chile und Argentinien Anteil haben, bei herrlichen Aussichten auf den Osorno zu einer kleinen, verschwiegenen Bucht, die für die nächsten Stunden uns allein gehörte und die wir eigentlich nicht mehr verlassen wollten. Ein fürstliches Picknick, das so ein wenig nach unseren Wünschen von der Lodge-Küche zusammengestellt worden war, genossen wir in vollen Zügen. Richard, aus unserer Gruppe, mit exzellenter Kamera-Ausrüstung und ich waren entzückt über Fotomotive ohne Ende.
Wir waren in zwei Wochen zu einer in jeder Hinsicht harmonischen Gruppe geworden, die tagtäglich aufs Neue gern miteinander unterwegs war. Einen ganz wesentlichen Anteil daran hatte unsere Reiseleiterin Ana; sie besitzt ein ausgezeichnetes Organisations-(und wenn nötig Improvisations-) Talent, wobei ihr die spanische Muttersprache natürlich zugute kam. Sie hat auch dort „Türen geöffnet“, die uns mit unseren dürftigen Sprachkenntnissen „verschlossen geblieben wären“. Ana hat nie die Geduld verloren und Wünsche erfüllt oder zumindest versucht zu erfüllen, bei denen ich sicher geringere Geduld gehabt hätte.
Bei einigen versteckten Tränen bei der weiblichen Mannschaft der Bavaro Beach Lodge bedankten wir uns herzlich am frühen Morgen und sagten ganz besonderen Dank an Hubert für die vorzügliche Unterbringung und Betreuung, für die gesamte Atmosphäre in seinem Haus.
Gerhard aus Karlsruhe
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